Süßes, Saures und ein Skelett im CAIRE-Shirt 

Halloween bei uns

Es gibt Menschen, die nutzen ihren Herbsturlaub für Sonne, Strand und Liegestuhl. Und dann gibt es Juliette.

Juliette ist Pflegekraft bei uns und täglich in der mobilen Pflege im Stammgebiet von Bischofswerda und Umgebung unterwegs – aber auch in den betreuten Seniorenappartements in Bischofswerda kennt man sie für ihre Ruhe, ihre Herzlichkeit und ihr offenes Ohr. Einmal im Jahr aber passiert etwas mit ihr. Dann nimmt sie eine ganze Woche Urlaub und verwandelt ihr Haus in Frankenthal in ein Gruselkabinett, an dem kein Mensch einfach so vorbeifährt.

Ein Haus, bei dem selbst Gespenster zweimal hinschauen

Wer in diesen Tagen bei Juliette vorbeikommt, sollte gute Nerven mitbringen. Oder zumindest einen guten Sinn für Humor.

Im Vorgarten tummeln sich Skelette, die sich offenbar prächtig amüsieren. Gespenster schweben durch die Luft, dicke Spinnen hängen in ihren Netzen, und kleine Monster lugen aus jeder Ecke. Gruselige Puppen mit starrem Blick sitzen so da, als würden sie gleich etwas sagen wollen. Lieber nicht.

Der heimliche Star der Saison ist aber ein Skelett, das sich effektvoll übergibt. Und zwar mit leuchtender, fluoreszierender Flüssigkeit, die munter aus ihm heraussprudelt. Ehrlich gesagt: Das ist der einzige Fall, bei dem selbst unser erfahrenes Pflegeteam nur noch mit den Schultern zuckt. Für diesen Patienten kommt jede Hilfe zu spät. Aber er scheint trotzdem bester Laune zu sein.

Unser dünnster Mitarbeiter trägt CAIRE

Mitten im Gruselgarten steht eine Beachflag mit unserem CAIRE-Logo, passend zu Halloween schaurig-schön umgestaltet. Davor wacht ein Skelett im CAIRE-T-Shirt. Er ist immer pünktlich, nie krank und beschwert sich nicht über das Wetter. Ein bisschen mehr auf den Rippen dürfte er allerdings haben.

Unser Geschäftsführer Stefan Thomas ist selbst begeisterter Halloween-Fan. Als er von Juliettes Plänen hörte, war klar: Da machen wir mit. Er unterstützt die Dekoration von Herzen gern. Denn genau solche Ideen zeigen, wer wir sind. Ein Team mit Menschen, die ihre Leidenschaft leben, auch außerhalb des Dienstplans.

Woher kommt eigentlich „Süßes oder Saures“?

Am Samstag ist es wieder so weit. Kinder in Kostümen ziehen von Tür zu Tür, klingeln und rufen „Süßes oder Saures!“. Doch warum eigentlich?

Die Wurzeln reichen weit zurück, bis zu den Kelten in Irland und Schottland. Sie feierten Ende Oktober das Fest Samhain. Es markierte das Ende der Ernte und den Beginn der dunklen Jahreszeit. Man glaubte, dass in dieser Nacht die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Geister besonders dünn ist. Um die Geister milde zu stimmen, stellten die Menschen Speisen und Gaben vor die Tür.

Im Mittelalter entwickelte sich daraus das sogenannte „Souling“. Arme Menschen zogen von Haus zu Haus und baten um kleine Seelenkuchen. Im Gegenzug beteten sie für die Verstorbenen der Familie. In Schottland und Irland kam später das „Guising“ dazu: Junge Leute verkleideten sich, sagten Gedichte auf oder sangen ein Lied und bekamen dafür Obst, Nüsse oder Münzen. Irische und schottische Auswanderer brachten den Brauch schließlich nach Nordamerika. Dort wurde daraus das bekannte „Trick or Treat“, das heute auch bei uns in der Oberlausitz angekommen ist.

Was das alles mit Pflege zu tun hat

Wenn wir ehrlich sind, klingeln wir bei CAIRE jeden Tag an fremden Türen. Nur rufen wir dabei nicht „Süßes oder Saures“, sondern eher „Guten Morgen, wie geht es Ihnen heute?“.

Und ein bisschen ist es wie damals bei den Kelten: Wir bringen etwas mit, das die dunklen Momente leichter macht. Keine Süßigkeiten, sondern Zeit, Fachwissen und Zuwendung. Wir sind da, wenn der Alltag schwerer wird. Wir hören zu, wir helfen, wir lachen gemeinsam.

Bei uns gibt es übrigens nur eine Antwort auf die Frage „Süßes oder Saures?“. Das Saure überlassen wir dem Leben. Wir kümmern uns um das Gute.

Für kleine und große Gruselfans

Bei Juliette sind am Samstag alle herzlich willkommen. Kleine Geister, große Hexen und auch Erwachsene, die nur mal staunen möchten. Neben Süßem gibt es kleine Geschenke, zum Teil mit CAIRE-Aufdruck: Malstifte, Notizblöcke und noch einiges mehr. Wer weiß, vielleicht malt bald ein Kind in Frankenthal sein schönstes Gespenst mit einem CAIRE-Stift.

Warum ein bisschen Verrücktheit guttut

Pflege ist eine wunderbare Aufgabe. Aber sie ist auch fordernd. Volle Tourenpläne, Verantwortung, oft wenig Zeit zum Durchatmen. Gerade deshalb ist es so wichtig, ab und zu etwas Verrücktes zu tun.

Ein Skelett im Firmen-T-Shirt, eine leuchtende Gruselfontäne oder eine ganze Urlaubswoche für Spinnennetze bringen Leichtigkeit in den Alltag. Sie sorgen für Gesprächsstoff, für Lachen im Team und für strahlende Augen bei Patientinnen und Patienten, wenn wir die Fotos zeigen. Wer mit Freude bei der Sache ist, gibt diese Freude weiter. Davon sind wir fest überzeugt.

Gruselgrüße aus der ganzen Region

Juliette ist mit ihrer Begeisterung übrigens nicht allein. In unserer Bildergalerie sehen Sie weitere Halloween-Dekorationen von anderen Orten. Überall mit dabei: unsere CAIRE-Beachflags, die zwischen Kürbissen und Gespenstern im Herbstwind flattern.

Und wer weiß, wohin die Geister im nächsten Jahr ziehen. Unsere Touren führen uns ja zunehmend nach Osten, nach Steinigtwolmsdorf, Neukirch/Lausitz, Schmölln-Putzkau und in die Umgebung. Gut möglich, dass dort zu Halloween 2027 schon die eine oder andere CAIRE-Flagge zwischen den Spinnenweben auftaucht. Wir sind gespannt, wer sich anstecken lässt.

Danke, Juliette!

Liebe Juliette, danke für so viel Kreativität, Mut zum Ungewöhnlichen und ein großes Herz für kleine Gruselfans. Du zeigst, dass Menschlichkeit manchmal auch ein schiefes Grinsen und leuchtende Augenhöhlen haben darf.

Allen Kindern und Familien wünschen wir ein schaurig-schönes Halloween. Klingeln Sie ruhig mutig an den Türen. Und falls Ihnen dabei ein Skelett im CAIRE-Shirt begegnet: Keine Sorge, er gehört zu uns.

Herzlichst,
Stefan Thomas
Geschäftsführer der CAIRE Pflege. Bischofswerda GmbH